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Mering aus einem anderen Blickwinkel

Veröffentlicht von Klaus Becker am 07.03.2014
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Klaus Becker, Bürgermeisterkandidat und Energieberater, zeigte den zahlreichen TeilnehmerInnen, die Meringer kommunalen Gebäude von einer ganz anderen Seite. Der Abendspaziergang führte vom Markplatz über das Bürgerzentrum Schloßmühle, der Bücherei bis zum Rathaus.

Mit von der Partie waren die Grünen KandidatInnen Esther Obst-Kennedy (415), Friederike Pusinelli (419) und Rudolf Kaiserswerth (418). Der Weg führte uns zuerst hinunter zur Schloßmühle. Wie notwendig die Verkehrsberuhigung der Münchener Straße ist, die die Grünen fordern, zeigte sich daran, dass die Gruppe selbst um 19:45 Uhr nur mühsam über die Straße kam.

Klaus Becker erläuterte die Funktion einer Wärmebildkamera, die die Wärmestrahlung eines Gebäudes erfasst und ansonsten genauso arbeitet, wie eine Digitalkamera. Nur nimmt diese Kamera nicht das sichtbare Licht, sondern die Wärmestrahlung auf. Die Voraussetzungen für Messungen waren leider nicht optimal, da es am Tag sonnig war und am Abend ein klarer  Himmel die Messungen vefälscht. Außerdem ist eine minimale Differenztemperatur von 15 °C erforderlich, die heute gerade so erreicht werden konnte.


Am Bürgerzentrum Schloßmühle sind an der Ostseite deutliche Wärmebrücken zu erkennen, die von ungedämmten Geschossdecken stammen könnten. Herr Schwegler vom Obst- und Gartenbauverein konnte die Messungen mit seinem eigenen Infrarotthermometer bestätigen und betrachtete die Bilder intensiv.


An der Bücherei, die neu renoviert ist, konnten die TeilnehmerInnen an der Befestigung des Vordaches Wärmebrücken erkennen. Die Befestigungen weisen eine höhere Temperatur als die Umgebung aus und dies deutet auf eine schlechte thermische Trennung hin. Das Bild links zeigt dies anschaulich. Die hellen Punkte oberhalb des Vordaches stellen diese Wärmebrücken dar.


Am Rathaus, dem Endpunkt der kleinen Wanderung, konnte man ein gutes Beispiel sehen. Teile der Süd- und der Ostwand sind im Rahmen der Renovierung mit einer Außendämmung versehen worden.

Im Bild links sehen Sie die Südwand ohne Wärmedämmung, im rechten Teil (grüner Teil) die Außendämmung der Ostwand. Diese Dämmung macht sich deutlich durch eine geringere Außentempertur bemerkbar. So ist zwischen Messpunkt 1 (Außendämmung) und Messpunkt 2 (ungedämmt) eine Differenztemperatur von 3,9 °C vorhanden. Im linken Teil, der helle Punkt, deutet auf eine Wärmebrücke hin. Dies könnte man, so Klaus Becker erst durch eine Besichtigung des Raumes klären. Die Außendämmung (rechter grüner Teil) überdämmt auch alle Wärmebrücken und die Fläche war auf dem Wärmebild vollkommen homogen dargestellt. Rudolf Kaiserswerth wollte aus diesem Grund nochmals genau die Ostwand sehen und war mit dem Ergebnis zufrieden. Er meinte augenzwickernd zu den anderen TeilnehmerInnen, dass er für sich solche Aufnahmen schon gebucht hat.


Auf die Frage, ob die Kamera auszuleihen ist, meinte Klaus Becker schmunzelnd, "nur mit Mann". Die qualitative Messung, die ja hier am Abendspaziergang so ja nicht möglich war, erfordert viel Fachwissen und Übung. Es kamen noch Fragen zu den Kosten der Kamera und Klaus Becker erläuterte, dass Wärmebildkamera in viele Einsatzgebiete hat, sei es von Elektrotechnik (Fotovoltaik, Schaltschränke) bis hin zur Qualitätssicherung am Bau.

Er bedankte sich bei den TeilnehmerInnen und wünschte einen Nachhauseweg mit einem etwas anderen Blickwinkel.

Zuletzt geändert am: 07.03.2014 um 11:21

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© 2016 Klaus Becker, Mering - Letzte Änderungen am 11.02.2016 um 17:53.